Tierwohl



Bei DILLING sind uns die Arbeitsbedingungen für jeden in unserer Produktion wichtig – natürlich auch die der Schafe, die uns die grandiose Merinowolle liefern. Darum ist unsere gesamte natürliche Merinowolle GOTS zertifiziert und stammt aus Patagonien in Argentinien.

Das Bild hat unser Geschäftsführer, Morten Dilling, gemacht, als er die Bio Bauern dort besuchte. Zertifikate sind etwas Tolles, aber es ist immer besser, Dinge mit eigenen Augen zu sehen. Wenn Sie mehr über die Reise erfahren möchten, schauen Sie auf unserem Blog vorbei: DILLING reist nach Patagonien, Argentinien.

Aber zurück zum Tierwohl. Wir haben Ihre häufigsten Fragen zu dem Thema gesammelt und beantwortet.

Lebensraum und Futter
In Argentinien liegen die Bauernhöfe weit auseinander. Die Schafe haben riesige, offene Weideflächen mit natürlicher Vegetation. Mit Hilfe von Solar- und Windenergie werden sie über Pumpen mit Wasser versorgt.

Absetzen
Wenn die Lämmer ungefähr 100 Tage alt sind werden sie von ihren Müttern getrennt. In diesem Alter kommen die Lämmer alleine zurecht und sind nicht länger auf die Muttermilch angewiesen. Das Absetzen ist ein natürlicher Prozess. Auch in der Natur trennen sich Lämmer und Mutterschafe, sobald diese nicht mehr genug Milch geben. Auf den Farmen werden die Lämmer jedoch auf speziellen Weiden gehalten, wo sie zusätzlich gefüttert werden, um sicherzustellen, dass der Übergang schonend vonstatten geht.

Kupieren
In Argentinien ist das Kupieren weit verbreitet. In der Zeit, in der es viel regnet und der Boden die meiste Zeit aufgeweicht ist, sammeln sich Schlamm und Fäkalien am Schwanz der Schafe. Wenn diese trocknen, kann das die Blutzirkulation stören und es können gefährliche Infektionen entstehen. Um dies zu vermeiden, wird der Schwanz gekürzt wenn die Schafe noch sehr jung sind. Dies wird mit einem speziellen Gerät durchgeführt, damit die Schmerzen so gering wie möglich sind und die Wunde sofort verschlossen wird und nicht blutet.

Mulesing
Die Wollproduktion war immer wieder aufgrund von Mulesing in den Schlagzeilen. Grob erklärt ist Mulesing eine Methode, bei der ein Stück Haut vom Hinterteil des Schafes entfernt wird. Dieser Prozess wird meist ohne Sedierung durchgeführt und ist für das Tier sehr schmerzhaft. Muelsing wird vor allem in Australien praktiziert, um die Fliegenmadenfraßkrankheit vorzubeugen. Es soll verhindert werden, dass Fliegenlarven in den Hautfalten abgelegt werden, wo die Maden dann schlüpfen und schlimme Infektionen und Reizungen verursachen.

In Argentinien besteht dieses Problem jedoch nicht, da die Fliegenart dort nicht heimisch ist. Mulesing wird hier also nicht praktiziert.
Kastration
Auf den Farmen ist es notwendig die Böcke zu kastrieren. Dies hat vor allem drei Gründe: erstens um die Farm geordnet führen zu können. Schafböcke sind oft aggressiv; sie kämpfen untereinander und brechen ggf. aus Gehegen aus. Wenn es also auf einem Gehöft viele Böcke gibt, sorgt dies für ein ziemliches Durcheinander.

Zweitens ist es nicht gut, wenn ein Bock einen Zaun überwindet und zu den Schafen auf der Weide kommt. Lämmer können so zur falschen Zeit im Jahr geboren werden, z.B. wenn es eigentlich zu kalt oder zu trocken ist. Während dieser Zeit ist es für die Lämmer schwer zu überleben; viele von ihnen würden es nicht schaffen. Um für das Wohlergehen der Schafe zu sorgen, ist es wichtig, dass die Lämmer im Frühjahr geboren werden, wenn das Klima mild ist und wenn die Schafe genügend Futter haben und ausreichend Milch produzieren können.

Lediglich 5% jeder Herde sind Böcke. Sie werden auf abgetrennten Weiden gehalten. So kann man die besten männlichen Tiere für die Zucht einsetzen, die bestmögliche Wolle produzieren und gesundheitliche Probleme verhindern.

Die Kastration wird durchgeführt indem ein enger Gummiring um die Hoden geschlungen wird, der die Blutversorgung unterbricht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie am wenigsten Schmerzen bereitet, da der Bereich sehr schnell taub wird. Außerdem wird eine offene Wunde vermieden, was die Gefahr von Infektionen oder Verunreinigungen minimiert.

Schur
Um warme Wollunterwäsche herstellen zu können, müssen die Schafe geschoren werden. In Argentinien werden sie jedoch nicht vollständig kahl geschoren. Sie behalten einen Teil der Wolle – einerseits um die Tiere beim Scheren nicht zu verletzen, andererseits damit sie hinterher nicht frieren.

Schlachten
Als natürlicher und wichtiger Teil gehört auch die Fleischproduktion zur Landwirtschaft. Die Bauern schlachten für ihren Eigenbedarf. Der Großteil der Tiere wird aber an professionelle Fleischereien geliefert. In beiden Fällen wird sichergestellt, dass alles korrekt abläuft und die Tiere nicht leiden. Auf den Höfen wird das Tier von der Herde getrennt und mit Entblutungsschnitt getötet. In den Fleischereien werden die Tiere erschossen.

Möchten Sie noch mehr erfahren? Schauen Sie bei unserem argentinischen Lieferanten Fuhrmann vorbei.


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