Unsere Grundsätze für Nachhaltigkeit

Unsere Grundsätze für Nachhaltigkeit
Unsere Grundsätze für Nachhaltigkeit

 

Verantwortung von Anfang an.


Kein Unternehmen kann es sich heute leisten, nicht über Nachhaltigkeit zu reden. Doch Worte sind nicht einmal die halbe Miete. Was zählt, sind Taten. Für uns als Textilhersteller bedeutet das, dass wir von Anfang an über den Tellerrand hinaus schauen um faire Kleidung produzieren zu können. Denn gerade in unserer Branche ist es fatal wegzusehen:
 

  • 25% aller eingesetzten Pestizide weltweit werden in der Baumwollproduktion verbraucht.
  • Schafe behandelt man vielerorts mit toxischen Chemikalien, um sie vor dem Scheren von Parasiten zu befreien.
  • Die ablaufende Brühe gefährdet Grundwasser und Flüsse.
  • Farbstoffe stehen häufig in Verdacht, krebsauslösend zu sein – ein Hamburger Umweltinstitut identifizierte in einem einzigen BH tatsächlich 400 verschiedene Chemikalien.
  • Hinzu kommen Produktionsbedingungen in Asien, die fernab von dem sind, was wir als angemessen und menschenwürdig bezeichnen würden.
  • An solchen und etlichen anderen Effekten der modernen Textilproduktion möchten wir nicht beteiligt sein.

Wir haben uns deshalb entschieden: DILLING soll nachhaltig sein. Dafür achten wir auf viele Aspekte:
 

  • DIE HERKUNFT UNSERER MATERIALIEN
    Wenn immer es uns möglich ist, nutzen wir Bio-Materialien. Deswegen ist der Großteil unserer Woll- und Baumwollwäsche aus biologischen Rohmaterialien hergestellt. Sind bestimmte Materialien nicht in Bio-Qualität zu bekommen, z.B. weil es sich um ganz besonders feine Wolle handelt, legt DILLING trotzdem größten Wert auf nachhaltige, umweltfreundliche Produktionsverfahren.

    Sie erkennen unsere BIO-Produkte ganz einfach an dem grünen BIO-Label oben rechts in den Artikelbildern. Diese Produkte sind aus 100% natürlicher Merinowolle, 100% Bio Baumwolle oder 95% Bio Baumwolle/ 5% Elasthan. 

    Unsere Grundsätze für Nachhaltigkeit
     
  • TIERSCHUTZ
    Bei DILLING legen wir großen Wert auf das Wohlergehen der Schafe, von denen wir unsere Wolle gewinnen. Unsere BIO-gekennzeichnete Wolle ist somit vollständig GOTS-zertifiziert und kommt aus Patagonien, Argentinien. Nachfolgend können Sie Näheres über die genauen Lebensbedingungen der Schafe lesen.

    Lebensraum und Futter
    In Argentinien liegen die Bauernhöfe weit auseinander. Die Schafe haben riesige, offene Weideflächen mit natürlicher Vegetation. Mit Hilfe von Solar- und Windenergie werden sie über Pumpen mit Wasser versorgt.

    Absetzen
    Wenn die Lämmer ungefähr 100 Tage alt sind werden sie von ihren Müttern getrennt. In diesem Alter kommen die Lämmer alleine zurecht und sind nicht länger auf die Muttermilch angewiesen. Das Absetzen ist ein natürlicher Prozess. Auch in der Natur trennen sich Lämmer und Mutterschafe, sobald diese nicht mehr genug Milch geben. Auf den Farmen werden die Lämmer jedoch auf speziellen Weiden gehalten, wo sie zusätzlich gefüttert werden, um sicherzustellen, dass der Übergang schonend vonstatten geht.

    Kupieren
    In Argentinien ist das Kupieren weit verbreitet. In der Zeit, in der es viel regnet und der Boden die meiste Zeit aufgeweicht ist, sammeln sich Schlamm und Fäkalien am Schwanz der Schafe. Wenn diese trocknen, kann das die Blutzirkulation stören und es können gefährliche Infektionen entstehen. Um dies zu vermeiden, wird der Schwanz gekürzt wenn die Schafe noch sehr jung sind. Dies wird mit einem speziellen Gerät durchgeführt, damit die Schmerzen so gering wie möglich sind und die Wunde sofort verschlossen wird und nicht blutet.

    Mulesing
    Die Wollproduktion war immer wieder aufgrund von Mulesing in den Schlagzeilen. Grob erklärt ist Mulesing eine Methode, bei der ein Stück Haut vom Hinterteil des Schafes entfernt wird. Dieser Prozess wird meist ohne Sedierung durchgeführt und ist für das Tier sehr schmerzhaft. Muelsing wird vor allem in Australien praktiziert, um die Fliegenmadenfraßkrankheit vorzubeugen. Es soll verhindert werden, dass Fliegenlarven in den Hautfalten abgelegt werden, wo die Maden dann schlüpfen und schlimme Infektionen und Reizungen verursachen.

    In Argentinien besteht dieses Problem jedoch nicht, da die Fliegenart dort nicht heimisch ist. Mulesing wird hier also nicht praktiziert.

    Kastration
    Auf den Farmen ist es notwendig die Böcke zu kastrieren. Dies hat vor allem drei Gründe: erstens um die Farm geordnet führen zu können. Schafböcke sind oft aggressiv; sie kämpfen untereinander und brechen ggf. aus Gehegen aus. Wenn es also auf einem Gehöft viele Böcke gibt, sorgt dies für ein ziemliches Durcheinander.

    Zweitens ist es nicht gut, wenn ein Bock einen Zaun überwindet und zu den Schafen auf der Weide kommt. Lämmer können so zur falschen Zeit im Jahr geboren werden, z.B. wenn es eigentlich zu kalt oder zu trocken ist. Während dieser Zeit ist es für die Lämmer schwer zu überleben; viele von ihnen würden es nicht schaffen. Um für das Wohlergehen der Schafe zu sorgen, ist es wichtig, dass die Lämmer im Frühjahr geboren werden, wenn das Klima mild ist und wenn die Schafe genügend Futter haben und ausreichend Milch produzieren können.

    Lediglich 5% jeder Herde sind Böcke. Sie werden auf abgetrennten Weiden gehalten. So kann man die besten männlichen Tiere für die Zucht einsetzen, die bestmögliche Wolle produzieren und gesundheitliche Probleme verhindern.

    Die Kastration wird durchgeführt indem ein enger Gummiring um die Hoden geschlungen wird, der die Blutversorgung unterbricht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie am wenigsten Schmerzen bereitet, da der Bereich sehr schnell taub wird. Außerdem wird eine offene Wunde vermieden, was die Gefahr von Infektionen oder Verunreinigungen minimiert.

    Schur
    Um warme Wollunterwäsche herstellen zu können, müssen die Schafe geschoren werden. In Argentinien werden sie jedoch nicht vollständig kahl geschoren. Sie behalten einen Teil der Wolle – einerseits um die Tiere beim Scheren nicht zu verletzen, andererseits damit sie hinterher nicht frieren.

    Schlachten
    Als natürlicher und wichtiger Teil gehört auch die Fleischproduktion zur Landwirtschaft. Die Bauern schlachten für ihren Eigenbedarf. Der Großteil der Tiere wird aber an professionelle Fleischereien geliefert. In beiden Fällen wird sichergestellt, dass alles korrekt abläuft und die Tiere nicht leiden. Auf den Höfen wird das Tier von der Herde getrennt und mit Entblutungsschnitt getötet. In den Fleischereien werden die Tiere erschossen.
     
  • DIE LIEFERKETTE
    Es klingt selbstverständlich, ist es aber in unserer Branche nicht: Wir verhalten uns fair gegenüber unseren Lieferanten und Partnern. Wir achten sie und ihre Leistung, die wir fair und termingenau vergüten. Wir geben Feedback, ganz gleich, ob wir zufrieden sind oder etwas zu verbessern haben – schließlich sind wir an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert. So können wir gemeinsam einen hohen Qualitätsstandard erreichen und halten.
     
  • DIE PRODUKTIONSSCHRITTE
    Biologische Fasern sind schon einmal ein guter Anfang. Wir sind aber der Meinung, dass es genauso wichtig ist, was in der Weiterverarbeitung geschieht. Einer der Bereiche in denen sich DILLING von vielen anderen Textilherstellern abhebt, ist das Färben der Materialien - unsere Fähigkeiten in diesem speziellen Bereich haben es ermöglicht, dass wir alle strengen Kriterien des Nordischen Umweltzeichens erfüllen können. Auf dem heutigen Markt werden alle erdenklichen Textilfarben angeboten. Wir suchen jedoch mit größter Sorgfalt, ausschließlich die Farben aus, die keine giftigen Chemikalien beinhalten und vom Nordischen Umweltzeichen zugelassen sind.* Dafür nehmen wir in Kauf, dass wir nicht jede Schattierung anbieten können. Eine breite Auswahl schöner und modischer Farben ist uns dennoch wichtig und auch möglich – nur eben nicht auf Kosten der Umwelt.
    Ein Textil besteht schließlich auch aus Garnen, Knöpfen, Gummibändern und anderen Komponenten. Es ist eine Herausforderung, hier die richtigen zu finden, die unseren Qualitätsstandards entsprechen und gleichzeitig so nachhaltig wie möglich sind. Hier achten wir auf die Umwelt-Zertifikate unserer Partner und wählen mit großer Sorgfalt.

    *Wir benutzen keinerlei Schwermetalle bei der Produktion unserer Bio-Artikel. Dies gilt ebenso für unsere herkömmlichen Artikel mit der einzigen Ausnahme der türkisfarbenen Produkte. Um diesen Farbton zu erhalten, ist es notwendig, einen kupferhaltigen Farbstoff zu verwenden. Die Entscheidung, diese Farbe dennoch zu produzieren, haben wir getroffen, um herauszufinden, wie viele unserer Kunden sich für eine schöne, strahlende Farbe entscheiden, die konventionell hergestellt wurde. Konventionell heißt, so wie alle anderen vergleichbaren Textilprodukte in dieser Farbe auf dem Markt – aber eben auf eine Art, die eigentlich weder unsere hohen Standards einer sauberen Produktion bei DILLING erfüllt noch den Ansprüchen des Nordischen Umweltzeichens genügt. Der Farbstoff ist in den Wollfasern gebunden und nicht giftig.
     
  • DIE PRODUKTIONSSTÄTTEN
    Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass die Mitarbeiter in allen Produktionsstätten fair entlohnt werden und unter korrekten, angenehmen Bedingungen arbeiten können. Wir produzieren unsere Bio-Kleidung ausschließlich in Europa: In Dänemark, wo wir in unserer eigenen Färberei tätig sind, in Deutschland und Litauen. Hier arbeiten wir eng mit unseren Nähereien zusammen und können sicher sein, dass unsere Standards in Bezug auf Fairness, Gesundheit und Sicherheit eingehalten werden. Gleichzeitig freuen wir uns, auf diese Weise eine Industrie in Europa unterstützen zu können, die es durch die günstigere Produktion in Asien sonst kaum noch gibt.
     
  • DER UMWELTSCHUTZ VOR ORT
    Nachhaltige und umweltfreundliche Produktion liegt uns bei DILLING sehr am Herzen. Der Großteil unserer Unterwäsche ist, wie gesagt, biologisch und nach den Richtlinien für ein sauberes Färbeverfahren des Nordischen Umweltzeichens produziert. Für unsere Wolle bedeutet das zum Beispiel auch, dass sie nicht, wie ‚normale‘ Wolle, der Chlorbehandlung „Superwash“ unterzogen wird. Superwash wird angewendet um die Wascheigenschaften von Wolle zu verbessern und das Eingehen bei der Wäsche zu verhindern. Leider verursacht dieses Verfahren chlorhaltige Emissionen (AOX) im Abwasser, was die Umwelt belastet.

    Zusätzlich zu unserer Bio-Kollektion bieten wir auch konventionelle Produkte an – z.B. aus Merinowolle, bei der der genannte Superwash angewandt wurde. Wir sind gezwungen das zu tun, da es bis heute noch keine biologische Technik gibt, mit der die gewünschte Qualität erreicht werden kann.
    Trotzdem steht Nachhaltigkeit an oberster Stelle und wir arbeiten stets an der Weiterentwicklung unserer Materialen, um Ihnen die höchstmögliche Qualität umweltverträglicher Produkte bieten zu können.
    Beinahe unsere gesamte Unterwäsche-Kollektion, ob Bio oder nicht, wird in unserer dänischen Färberei ohne den Zusatz von giftigen Chemikalien oder Farbstoffen behandelt, um unsere Produktion so sauber wie nur möglich zu gestalten.* Unabhängige Tests belegen, dass die Schwermetallwerte unserer Abwässer unterhalb der Grenzwerte für Trinkwasser liegen. Unser „Green Audit Rapport“ gibt Aufschluss über unseren Weg, sauber zu produzieren – ein Weg von dem wir nicht abweichen.

    *Für weitere Informationen: ’Die Produktionsschritte‘.
     
  • DIE ZERTIFIKATE
    Transparenz ist für uns wichtig. Deshalb lassen wir uns gern von unabhängigen Prüfern auf die Finger schauen. Unsere Produkte sind unter anderem ausgezeichnet mit dem Nordischen Umweltzeichen.